Facility Management gehört auf die C-Level-Ebene, weil die Verantwortlichen darunter das Budget wahren sollen, es aber nicht selbst definieren dürfen und kaum Entscheidungshoheit haben. Das sagt Alexander Odin, Geschäftsführer der Dr. Odin GmbH, in der ersten Folge von Facility Management Klartext im Gespräch mit Alexander Schmid. Sie erfahren, warum pauschale Kürzungen im Gebäudebetrieb die Steuerung schwächen, welche Frage im Schadensfall zählt und wie ein Einstieg über eine Performance-Analyse abläuft. Alexander Odin beschreibt Facility Management als Sekundär- oder Tertiärgeschäft: eine Kostenstelle, stark budgetgetrieben. Wer dort pauschal 20 Prozent kürzt, streicht nicht nur Kosten, sondern auch Ressourcen, und die Corporate Function im Corporate Real Estate Management wird zur reinen Umsetzung. Im Schadensfall muss die Geschäftsführung beantworten, ob sie alles Menschenmögliche getan hat, um den Schaden zu verhindern, und zwar nachweislich, dokumentiert, prozessual und organisatorisch. Einen Dienstleister zu beauftragen reicht dafür nicht: es braucht die richtige Auswahl und eine wiederkehrende Kontrolle, und genau daran scheitern laut Odin viele Auftraggeber, weil sie organisatorisch nicht dafür aufgestellt sind. Die Folge richtet sich an Geschäftsführer, Vorstände, Einkauf und Fachabteilungen, die Gebäude betreiben oder Facility Services einkaufen. Sie nehmen mit, warum Auftraggebersouveränität der Kern ist: wer sich von Dienstleistern abhängig macht, muss am Ende mit viel Geld nachsteuern.
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